Museum Ulm

Das Museum Ulm ist ein einzigartiges kunst- und kulturgeschichtliches Universalmuseum mit herausragenden Sammlungsbeständen von nationaler, internationaler und weltkultureller Bedeutung. Im Herzen der Stadt Ulm, in einem denkmalgeschützten Gebäudeensemble des 16.-20. Jahrhunderts gelegen, vermittelt das Museum Ulm 40.000 Jahre Kunst-, Kultur- und Designgeschichte und bietet zusammen mit den originalen Räumen der ehemaligen Hochschule für Gestaltung (HfG) ein besonderes Kunsterlebnis an authentischen Orten.

Foto: Henry M. Lindner

Höhepunkt der Archäologischen Sammlung ist der weltweit einzigartige Löwenmensch, mit dem das Museum Ulm eines der ältesten figürlichen Schnitzwerke der Welt besitzt. Die Mensch-Tier-Skulptur aus Mammutelfenbein ist ca. 40.000 Jahre alt und wurde in der Stadel-Höhle im Lonetal entdeckt, die im Jahre 2017 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde.

Foto: Henry M. Lindner

Die Sammlung Alter Kunst widmet sich der Ulmer Kunst- und Kulturgeschichte vom Mittelalter bis 1800. Sie umfasst Malerei, Skulptur, Arbeiten auf Papier, Goldschmiedekunst, Möbel und Uhren aus fünf Jahrhunderten, einen umfassenden Bestand zum Ulmer Zunftwesen sowie historische Ansichten und Modelle der Stadt. Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildet der umfangreiche Bestand spätgotischer Kunst aus Ulm und Oberschwaben.

Foto: Henry M. Linder

Von einzigartigem Rang sind auch die rund achtzig erhaltenen Werke aus der ehemaligen Kunst- und Wunderkammer Christoph Weickmanns (1617–1681) mit ihren wertvollen Exotica aus Afrika, Mittelamerika und Asien.

Das grafische Kabinett ist Teil der Sammlung Moderner Kunst des Museums Ulm und umfasst heute rund 25 000 Arbeiten. Es bietet einen Überblick über die wesentlichen Strömungen und prägenden Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.

Foto: Henry M. Lindner

Mit der Schenkung der hochkarätigen Kunstsammlung des Ulmer Sammlers und Verlegers Kurt Fried im Jahr 1978 kam es zu einer außergewöhnlichen Bereicherung der gesammelten modernen Kunst. Die wichtigsten Strömungen künstlerischen Schaffens der USA und Europas sind durch Gemälde, Skulpturen, Objekte und Mappenwerke namhafter Künstlerpersönlichkeiten aus den 1950ern bis in die 1970er-Jahre dokumentiert.

Die Hochschule für Gestaltung, 1953 von Inge Scholl, Otl Aicher und Max Bill gegründet, schrieb bis zu ihrem frühen Ende 1968 Design-Geschichte. Bis heute sind die Errungenschaften dieser Institution von grundlegender Bedeutung für die Ausbildung und Arbeit von Gestaltern und Designern ebenso wie für die Forschung. Im Museum Ulm bietet eine Präsentation Einblick in Lehre und Produkte der berühmten Hochschule. Das HfG-Archiv selbst ist seit 2011 im originalen Gebäude der Hochschule zu finden.

Foto: Sigrid von Schweinitz-Maldondo, Inv. Nr.: Schw 08.006 © HfG-Archiv, Museum Ulm